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Eine Familie, die regelmäßig Puls misst.

Wie wird der Puls gemessen?

Der Puls kann auf unterschiedliche Weise gemessen werden: Entweder man verwendet ein Pulsmessgerät, oder man führt die Messung mit Hilfe einer Uhr manuell aus. Idealerweise misst man den Ruhepuls morgens vor dem Aufstehen. Durch Tasten mit der Kuppe des Zeige-, Mittel- oder Ringfingers auf der Handgelenkinnenseite oder am Hals können die Schläge eine Minute lang mitgezählt werden. Ein Puls von 70 bedeutet, dass das Herz pro Minute 70 Mal schlägt.

Was sind normale Pulswerte?

Die Herzfrequenz in Ruhe bei jedem Menschen ist abhängig von Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht, Trainingsstand des Körpers und vielen weiteren Einflüssen. Der Ruhepuls eines Marathonläufers beispielsweise liegt unter dem eines untrainierten Erwachsenen. Frauen haben meist leicht höhere Werte als Männer. Einen optimalen Ruhepuls gibt es also nicht. Zu beachten ist, dass kurzfristig der Ruhepuls auch durch Stress, Flüssigkeitsmangel oder Fieber ansteigen kann. Trotz der vielen für den Ruhepuls wichtigen Faktoren gibt es Richtwerte1 für normale Pulswerte für die verschiedenen Altersgruppen.

  • Neugeborene: 140/min
  • Säuglinge: 120/min
  • Kleinkinder: 110/min
  • Schulkinder: 90/min
  • Jugendliche: 80/min
  • Erwachsene: 60-80/min

Was ist beim Puls messen zu beachten?

Das Messen mit der Hand ist eine der wichtigsten Untersuchungen in der Medizin. Durch das Ertasten einer Arterie lassen sich Rückschlüsse auf die Pulsfrequenz und Qualität des Herzschlags sowie auf die Kreislaufsituation ziehen.

  • Entspannen Sie sich fünf Minuten, bevor Sie mit der Messung der Herzfrequenz beginnen. Optimal ist eine ruhige, ungestörte Umgebung.
  • Wenn möglich, sollte die Pulsmessung immer zur gleichen Zeit in derselben Lage an derselben Stelle erfolgen, um verlässliche Vergleichswerte zu erhalten.
  • Die Technik der Pulsmessung ist leicht erlernbar. Der Druck auf die Arterie sollte jedoch nicht mit dem Daumen ausgeführt werden, da dieser eine sehr starken eigenen Puls hat.

Was ist der Ruhepuls?

Der Puls lässt sich in eine retrograde und eine anterograde Fortleitung der Herzaktion in den Gefäßen unterscheiden. Die retrograde Fortleitung bestimmt den Venenpuls, die anterograde Fortleitung den arteriellen Puls. Der arterielle Puls findet in der Medizin mehr Beachtung als der venöse Puls.

Ruhepuls wird die Anzahl der Pulswellen (Pulsfrequenz) bezeichnet, die man pro Minute über die Arterien ertasten kann. Die Pulswellen sind die Druckschwankungen in den Gefäßen, die während der Phase entstehen, in der sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße pumpt. Diese Phase nennt man Systole.


Warum Puls messen?

Die Pulsmessung ist neben dem Blutdruck messen eine wichtige Methode, mit der man die Funktionsfähigkeit des Herzkreislaufsystems messen kann. Krankheiten, Medikamente, aber auch Sport können den Ruhepuls beeinflussen.

Anhand der Pulsschläge kann durch den Arzt festgestellt werden, wie schnell das Herz schlägt, wie gut die Gefäße durchblutet sind und ob das Herz rhythmisch schlägt oder ob eine Herzrhythmusstörung (Arryhthmie) besteht. Ein zu hoher Herzschlag schadet dem Herzen. Ebenso steigt das Schlaganfallrisiko.

Die gemessene Pulsfrequenz kann viele Hinweise liefern:

  • Trainingszustand und körperliche Belastung
  • Psychische Belastungen und Stress
  • Herzrhythmusstörungen
  • Flüssigkeitsmangel oder Blutverlust
  • Verringerte Elastizität oder Verkalkung der Arterien
  • Strömungshindernisse oder Verstopfungen in den Arterien

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

  • Bei einem Ruhepuls über 100/min (bei Erwachsenen)
  • Bei einem unregelmäßigen hohen Puls
  • Wenn zum erhöhten Puls weitere Symptome wie zum Beispiel Unwohlsein, Luftnot, Brustschmerzen oder Schwindel auftreten

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörung (Arrhythmie)

Unter einer Herzrhythmusstörung (sogenannten Arrhythmien) versteht man eine unregelmäßige Abfolge des normalen Herzschlags. Betroffene nehmen dies manchmal als Herzstolpern oder Herzrasen, aber auch als unwillkommene Pausen der Herzschlagfolge wahr. Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen.

 

Alle vollautomatischen Blutdruckmessgeräte von visomat messen neben dem Blutdruck auch den Puls und können unregelmäßige Pulse feststellen.

 

 

Quellen:
1 www.pflegewiki.de


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