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Was ist Bluthochdruck? Der Mann ist sich nicht sicher, welche Symptome es gibt.

Was ist Bluthochdruck?

Ist der Blutdruck (gemessen in mmHg) dauerhaft erhöht, spricht man von Bluthochdruck oder einer Hypertonie. Man unterscheidet zwischen einer primären Hypertonie, die ca. 90 % ausmachen und der sekundären Hypertonie.

Primäre Hypertonie

Die primäre (essentielle) Hypertonie kann verschiedene Gründe haben, von erblicher Veranlagung, Stress bis hin zum ungesundem Lebensstil. Stets ein zu hoher Blutdruck überlastet auf Dauer die lebenswichtigen Organe wie Herz, Gehirn und Nieren. Zudem beginnt die persönliche Gefäßalterung früher und schneller – die Gefäße verkalken vorzeitig. Ein Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Folge sein.

Sekundäre Hypertonie

Bei etwa 10 % der Patienten liegt eine sekundäre Hypertonie vor. Organische Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Nieren- oder Gefäßerkrankungen sind dann die Ursache für den zu hohen Blutdruck. Durch die Behandlung der Grunderkrankung sinkt dann oft auch der Blutdruck auf normale Werte.

Wer ist betroffen?

Nach Schätzungen der Deutschen Herzstiftung leiden in Deutschland 18 bis 35 Millionen Menschen an zu hohem Blutdruck. Dies bedeutet, dass 30 bis 40 % der deutschen Erwachsenen an einer Hypertonie leiden. Bei den über 60-jährigen ist es bereits jeder Zweite. Dies steigt mit zunehmendem Alter weiter. Diese Häufigkeit macht den Bluthochdruck oder die Hypertonie zu einem Volksleiden.

Diabetiker müssen besonders auf ihren Blutdruck achten. Im Verlauf der Krankheit Diabetes entwickelt jeder zweite Diabetiker Bluthochdruck. Dadurch erhöht sich das Risiko für Herzkreislauf-Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diabetiker mit Übergewicht sind besonders betroffen.

Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) setzt sich neben der Weiterentwicklung der Hypertonie-Forschung besonders dafür ein, möglichst viele Menschen über die Gefährdung durch Bluthochdruck aufzuklären. Glücklicherweise ist die Anzahl der Patienten, die aufgrund einer Therapie wieder normale Blutdruckwerte haben, in den letzten Jahren stark angestiegen. Das bedeutet jedoch auch, dass immer noch viele Betroffene nicht ausreichend behandelt werden. Nur jeder Zweite weiß von seiner Hypertonie und oder davon lässt sich ärztlich behandeln. Und dies, obwohl kaum ein Krankheitsbild leichter zu erkennen ist.

Blutdruck messen gehört bei fast jedem Arztbesuch dazu. In jeder Apotheke und in jedem Sanitätsfachhandel können vollautomatische Blutdruckmessgeräte gekauft werden. Patienten haben die Möglichkeit, bei ihrem Arzt für ein Gerät auf Rezept nachzufragen.

Welche Werte sind normal?

Es wird ein normaler Blutdruck angezeigt. Es droht kein Herzinfarkt.

Anzeige eines normalen Blutdrucks

Jeder sollte über seinen Blutdruck stets im Bilde sein und über seine Werte Bescheid wissen – denn ein normaler Blutdruck ist für ein gesundes Leben Voraussetzung. Welche Werte in mmHg als normal eingestuft werden, hat die WHO in ihren international anerkannten Richtlinien festgelegt.

 

 


Welche Ursachen hat Bluthochdruck?

Mit Hilfe einer Waage oder eines Maßbands lässt sich Überwicht feststellen, eine der Ursachen von Bluthochdruck

Bluthochdruck Ursachen

Woher der Bluthochdruck kommt, ist bis heute nicht genau bekannt. Zu komplex ist das Zusammenspiel von Organen, Blutgefäßen und Nervensystem. Die wichtigsten Faktoren wurden allerdings in zahlreichen, jahrelangen Studien ermittelt. Egal, welche Bluthochdruck Ursache vorliegt, lassen Sie sich von einem Arzt untersuchen.

 


Wie kann ich Bluthochdruck erkennen?

Symptome

Bluthochdruck Symptome

Durch oft lange Zeit fehlende Beschwerden wird Hypertonie oft erst spät erkannt. Meist treten Bluthochdruck Symptome erst dann auf, wenn sich Bluthochdruck bereits an den Organen ausgewirkt hat. Selbst wenn Sie nicht zur Risiko-Zielgruppe gehören, sollten Sie öfter Ihren Blutdruck messen. Dann kann Bluthochdruck frühzeitig erkannt werden.

Diagnose

Achten Sie auf Ihren Blutdruck

Generell ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ab Mitte Dreißig empfehlenswert. Im optimalen Fall auch durch die kostenlos angebotenen Vorsorgeuntersuchungen. Die Kosten werden von der Krankenkasse in der Regel alle zwei Jahre übernommen. Bei familiärer Vorbelastung mit Herzkreislauf-Erkrankungen sollte eine wiederholte Kontrolle auch schon früher erfolgen. Werden durch diese Routine-Untersuchungen zuhause oder in Ihrer Apotheke ein zu hoher Blutdruck festgestellt, kann dies durch einen Arzt geprüft und weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Um eine Hypertonie feststellen zu können, reicht eine einzelne Blutdruckmessung nicht aus. Dazu sind mindestens drei Blutdruckmessungen an zwei verschiedenen Tagen nötig. Außerdem wird Ihr Arzt Ihre zu Hause gemessenen Werte berücksichtigen. Im Zweifel kann auch eine 24-Stunden-Blutdruckmessung erforderlich sein.

Weitere mögliche Diagnosemaßnahmen:

  • Untersuchung von Blut und Urin
  • Persönliche Krankengeschichte (Anamnese)
  • Familiäre Vorbelastung mit Herzkreislauferkrankungen
  • Persönlicher Lebensstil (Übergewicht, wenig Bewegung, Stress, ungünstige Ernährung, Rauchen)
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes)
  • Medikamente

Wie lässt sich Bluthochdruck senken?

Immer mehr Menschen werden von ihrem Arzt mit der Diagnose eines Bluthochdrucks konfrontiert. Langfristig gesehen schädigt eine Hypertonie die Gefäße, das Herz, Hirn und die Funktion der anderen inneren Organe. Deshalb muss alles dafür getan werden, dass die mit einem Blutdruckmessgerät festgestellten Werte sich wieder im Normalbereich befinden.

Dauerhaft Blutdruck senken?

Der behandelnde Arzt wird die entsprechenden Medikamente für eine Blutdrucksenkung verschreiben. Meistens ist es eine Dauertherapie, denn die Arzneimittel senken den Blutdruck, können jedoch die Hypertonie nicht beheben. Durch eine regelmäßige Medikamenteneinnahme wird das Fortschreiten der Hypertonie verhindert und ein normales Leben ist in den meisten Fällen möglich. Keinesfalls sollten Medikamente ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. Dies kann zu bedrohlichen Blutdruckschwankungen führen!

Kommen natürliche Blutdrucksenker in Frage? Patienten können durch die Veränderung des Lebensstils selbst viel zur Blutdrucksenkung beitragen. Niemand sollte sich scheuen, seinen Arzt zu befragen, was er als Betroffener neben der Einnahme der verschriebenen Medikamente selbst tun kann, um die Werte um einige mmHg zu senken.

Was darf ich, was darf ich nicht?

Darf ein Patient mit Bluthochdruck Kaffee trinken? Darf sich der Betroffene anstrengen, Sport treiben oder in die Sauna gehen? Welche Rolle spielt die Ernährung bei Bluthochdruck? Dies sind nur einige Punkte, die bei den Patienten Unsicherheit erzeugen können.

Kaffee – ja oder nein?

Kaffee - ja oder nein?

Kaffee – ja oder nein?

Die belebende Wirkung eines Kaffees lässt auch den Blutdruck ansteigen. Allerdings ist das Ausmaß des Anstiegs bei kontinuierlichem Konsum erheblich geringer als bei jemandem, der nur selten eine Tasse genießt. Kardiologen haben gemessen, dass bei Patienten, die den regelmäßigen Kaffeekonsum nicht gewöhnt sind, erhebliche Anstiege der Blutdruckwerte bis zu 20 mmHg vorkommen können. Deshalb ist es wichtig, dass jeder für sich eine individuelle Lösung findet, ob er eine oder zwei Tassen am Tag trinken kann oder besser darauf verzichten sollte. Wichtig ist auch, dass der Betroffene mit einem Blutdruckmessgerät vor und nach dem Kaffeegenuss überprüft, welche Auswirkungen sich auf seine persönlichen Blutdruckwerte ergeben. Wenn der Blutdruck nach dem Kaffeegenuss signifikant in die Höhe schnellt, sollte auf das aromatische Getränk besser verzichtet werden.

Welche Auswirkungen haben körperliche Belastungen?

Regelmäßiges Radfahren trägt dazu bei, den Blutdruck zu senken.

Welche Auswirkungen haben sportliche Belastungen?

Ausreichend sportliche Aktivitäten tragen viel dazu bei, den Blutdruck um einige mmHg zu senken. Auch wer vor der Diagnose „Bluthochdruck“ noch keinen Sport betrieben hat, sollte in seinen Tagesablauf ein regelmäßiges Training integrieren. Allerdings ist es empfehlenswert, dabei fachliche Unterstützung zu nutzen, um die Anforderungen des Trainings auf die individuelle Situation anzupassen. Es ist nachgewiesen, dass sportliche Betätigung hilft, die Blutdruckwerte auf Dauer zu senken. Wichtig ist jedoch, dass es sich um einen Ausdauersport ohne extreme Belastungsspitzen handelt. Regelmäßiges Radfahren, Joggen oder Walking ist besonders günstig. Werden andere Sportarten, ein Saunabesuch oder sogar ein intensives Krafttraining bevorzugt, sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, ob die Anforderungen und Belastungen an das Herz-Kreislaufsystem tolerierbar sind. Generell sollte jedoch jeder Betroffene sich ein Blutdruckmessgerät anschaffen und kontinuierlich Blutdruck messen. Für die notierten Werte wird sich auch der Arzt interessieren, besonders dann, wenn zu den Werten die Belastungssituationen und Besonderheiten im Tagesablauf notiert wurden.

Welche Ernährung ist empfehlenswert?

Ausgewogene, gesunde Ernährung ist wichtig.

Welche Ernährung ist empfehlenswert?

Bluthochdruck-Patienten sollten eine leichte und frische Kost bevorzugen. Auf den Speisezettel gehören viel Gemüse und Obst, etwas Fisch und sehr wenig Fleisch. Überhaupt sollten tierische Fette umgehend durch pflanzliche Öle ersetzt werden. Außerdem empfiehlt es sich, nur noch fettreduzierte Milchprodukte zu kaufen. Fertigprodukte, Konserven, Brot, Wurst und Schinken enthalten viel Salz, welches den Druck in den Blutgefäßen ansteigen lässt. Alkoholische Getränke können ebenfalls den Blutdruck ansteigen lassen. Deshalb sollten industriell hergestellte Nahrungsmittel und Alkohol, wenn überhaupt, nur in Maßen genossen werden.


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