Natürliche Blutdrucksenker

Auf den Blutdruck kommt es an

Wie man sich am besten vor unerkanntem Bluthochdruck und seinen Folgen schützt? Ganz einfach: Regelmäßig Blutdruck messen, regelmäßig zum Arzt gehen. Und dabei gesund und aktiv leben. Seien Sie aktiv – bringen Sie Bewegung und Harmonie in Ihr Leben.

Bluthochdruck geht stets einher mit einem Ungleichgewicht im Körper. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, sind eine be­wusste Ernährung, Bewegung und der Abbau von Stress be­sonders wichtig. Doch wo soll man anfangen? Hier finden Sie ein paar Möglichkeiten, um Ihre innere Harmo­nie wiederherzustellen. Sollten Sie unsicher sein, ob Sie die auf­geführten Übungen ohne gesundheitliches Risiko durchführen dürfen, befragen Sie bitte zuerst Ihren Arzt.

Die richtige Ernährung als Grundlage

Ausgewogene, gesunde Ernährung ist wichtig.

Die richtige Ernährung als Grundlage

Zögern Sie nicht lange, sondern fangen Sie am besten noch heute an. Zum Beispiel mit dem richtigen Essen. Denn eine der Bluthoch­druck Ursachen liegt mit Sicherheit in falscher Ernährung. Ernähren Sie sich deshalb stets gesund und ausgewogen – damit wird es Ihnen gelingen, Ihren Körper zu stärken.

Sie möchten Ihren Blutdruck senken? Für eine gesunde Ernährung ist oft noch nicht einmal eine strikte Diät notwendig. Es reicht häufig aus, bestimmte Dinge zu beherzigen. Und das ist eine gute Grundlage, um mit den nachfolgenden Übungen zu beginnen und aktiv zu sein.

Durch Massage entspannen

Stress ist besonders schlecht für Blutdruck und Herzkreis­lauf. Wenn Sie Stress abbauen und gleichzeitig Herz und Kreislauf unterstützen, kommen Sie leichter zum inneren Gleichgewicht. Besonders geeignet zum Stressabbau ist die Fuß-Reflexzonenmassage. Dabei geht man davon aus, dass zwischen Füßen und inneren Organen ein Zusammenhang besteht: Durch die Massage bestimmter Zonen am Fuß wird der Körper gestärkt.

Fuß-Reflexzonenmassage

Fuß-Reflexzonenmassage

Die Massage sollte ca. 20 Min. für beide Füße dauern und über einen längeren Zeitraum regelmäßig, möglichst täglich, durchgeführt werden. Bei chronischen Erkrankungen sollte im Vorfeld immer der Arzt konsultiert werden, um abzuklären, ob die Fuß-Reflexzonenmassage durchgeführt werden darf. Bestehen keine ärztlichen Einwände, empfiehlt es sich, den sogenannten Zwei-Wochen-Rhythmus einzuhalten. D.h. zwei Wochen massieren, zwei Wochen Pause, zwei Wochen massieren etc.

Die Daumendruckmassage mit rotierenden Bewegungen hat sich bei der Beeinflussung der Fuß-Reflexzonen bewährt. Dabei sollten stets beide Füße behandelt werden. Wichtig ist eine lockere, entspannte Körperhaltung, außerdem sollte die Massage in einem Raum mit frischer Luft durchgeführt werden. Bei schlechter Beweglichkeit kann man die Massage auch mittels eines auf den Boden gelegten Tennisballes durchführen. Der Fuß ist dabei unbekleidet und wird mit mittlerem Druck darauf hin- und hergerollt.

Hand-Reflexzonenmassage

Hand-Reflexzonenmassage

Ebenso wie an den Füßen, gibt es auch an den Händen bestimmte Punkte, die durch Massage einen beruhigenden Einfluss auf den Körper haben können. Denn ebenso wie zwischen Füßen und Organismus soll auch zwischen Händen und Organismus ein Zusammenhang bestehen. Deshalb ist auch eine Hand-Reflexzonenmassage geeignet, Stress ab­zubauen und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen.

 

 

 

Durch Heileurythmie locker werden

Durch Heileurythmie locker werden

Heileurythmie umfasst Bewegungsübungen und Sprache zum Regenerieren und zum Neuaufbau des Körpers. Entwickelt wurde diese Methodik u.a. von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie. Steiner ging davon aus, dass der Mensch nicht nur aus Materie besteht, sondern das Leben ein Zusammenwirken von Seele, Geist und Körper ist. Somit besteht der Mensch aus einer Vielschichtigkeit, die in ihrer Gesamtheit gesehen werden sollte. Auch spezielle Übungen der Heileurythmie können beim Stress­abbau helfen.

Wichtig bei der Durchführung der Übungen ist die Wieder­holung und die geistige Konzentration. Sie sollten diese Übungen also in Ruhe und ungestört durchführen. Versuchen Sie, die angegebenen Buchstaben während der Übung langsam und laut zu intonieren und das Bild vor Ihrem geistigen Auge entstehen zu lassen. Die Kleidung sollte warm, aber nicht ein­engend sein, und Sie sollten bei den Übungen keine Schuhe und keinen Schmuck tragen. Es sollte ca. 15–20 Min. täglich geübt werden.

Die A-U-Übung

A

ist der erste Laut und bedeutet ein Sich-Öffnen der Welt mit allen ihren Kräften sowie das Nachahmen dieser aufbauenden Kräfte tief im eigenen Körper. Bei der ersten Übung geht es um das Gefühl für das A:

Sie stehen locker und sicher auf dem Boden. Das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Füße bzw. auf Ballen und Fersen verteilt. Die Arme befinden sich neben dem Körper. Sie gehen nun in einen etwa schulterbreiten Stand, die Füße zeigen leicht nach außen. Gleichzeitig spreizen Sie die Arme in einem Winkel von ca. 45 Grad vom Körper ab und verlagern das Gewicht leicht auf die Ballen, ohne jedoch den sicheren Stand aufzugeben.

Dabei intonieren Sie das A und lassen es tief im Innern Ihres Körpers schwingen, so dass Sie das Gefühl für A erleben. Nun verteilen Sie das Gewicht wieder gleichmäßig auf Ballen und Fersen und stellen die Füße gerade nebenein­ander. Die Arme kommen in ihre Ausgangshaltung neben dem Körper zurück.

Wenn Sie sicheren Stand haben, wandern die Arme aus den Schultern heraus vor den Körper und verharren hier mittig in leicht gestreckter Haltung parallel nebeneinander. Wichtig ist, dass der Körper in einer geraden aufrechten Haltung verbleibt und nicht gebeugt wird. Gleichzeitig intonieren Sie das U.

U

bedeutet Geistbefreiung und innere kosmische Klarheit, die als Licht der Liebe und Weisheit über uns leuchtet. Das U soll im Körper vibrieren und strömen, sollte dann aber aus dem Körper herauswachsen und von außen erneut in ihn einströmen. Die gesamte Übung sollte langsam und in fließender Bewegung durchgeführt werden und einige Male wiederholt werden.

Die E-Übung

E

bedeutet, sich gegen etwas aufrecht zu erhalten. Folgende Übung kann Ihnen dabei helfen, das E zu spüren:

Sie nehmen eine lockere Grundhaltung ein. Die Beine stehen beckenbreit auf dem Boden, das Gewicht ist gleichmäßig auf Ballen und Fersen verteilt. Sie heben nun langsam die Arme und kreuzen diese in Schulterhöhe vor dem Körper. Kopf und Körper bleiben dabei aufrecht und gerade. Der Blick geht nach vorne. Während der Bewegung intonieren Sie das E. Wichtig ist, das E wirklich zu fühlen. Beim E lässt man die Welt auf sich zukommen, stellt sich ihr aber auch gleichzeitig ent­gegen. Hierbei berühren Sie sich durch Kreuzen der Arme und sagen: „Ich bin auch da gegenüber der Welt“. Dabei ist es wichtig, das Selbst zu erleben und zu erkennen. Danach gehen Sie in die Ausgangsstellung zurück und wiederholen die Übung.

Mit Qi gong die Lebensenergie stärken

Mit Qi gong die Lebensenergie stärken

Qi gong (sprich Tschi Gung) ist eine Bewegungstherapie aus China, mit deren speziellen Übungen sich Stress abbauen lässt und Herz und Kreislauf unterstützt werden können. Qi Gong dient der Erhaltung und Stärkung der Lebensenergie Qi. Die Übungen sind einfach und sollen die Harmonie zwischen Geist, Körper und Seele wiederherstellen, die aus dem Gleich­­gewicht geraten ist.

Sie sollten die Übungen morgens und/oder abends zwischen 5 Uhr und 7 Uhr bzw. 17 Uhr und 19 Uhr durchführen. Am besten führen Sie die Übungen im Freien durch. Sollten Sie dazu keine Gelegenheit haben, ist auf eine gute Durchlüftung des Raumes zu achten. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass Sie nicht gestört werden. Eine Regel besagt, dass man weder mit nüchternem noch mit vollem Magen üben soll. Ebenso sollte man vorher keinen Kaffee oder Alkohol trinken. Nach den Übungen sollte man sich noch 10–15 Min. Ruhe gönnen und auch erst danach essen. Zum Üben tragen Sie lockere Kleidung und flache Schuhe – keine Metalle, keine Uhr. Wichtig ist, dass nichts einschnürt, damit die Qi-Energie während der Übung ungehindert fließen kann.

Geübt werden sollte möglichst regelmäßig und mindestens 10–15 Min. – am Anfang nicht länger als eine halbe Stunde, am besten zweimal täglich. Später können Sie die Zeit nach eigenem Wohlbefinden verlängern.

Qi gong-Übung 1: Wecken des Qi

Bild 1

Man nimmt eine lockere Grundhaltung ein (Bild 1). Hierbei stehen die Füße etwa schulterbreit auseinander, die Knie sind leicht ge­beugt, und der Oberkörper ist locker und ge­rade. Die Hände sind neben dem Kör­per, die Au­gen schauen geradeaus, und das Ge­sicht ist entspannt.

Einatmen

Bild 2

Beim Einatmen hebt man die ausgestreckten Arme langsam bis auf Schulterhöhe vor den Körper, die Hände hängen locker in den Handgelenken und zeigen nach unten (Bild 2). Die Ellen­bogen werden nicht gebeugt. Gleichzeitig geht man in den Beinen höher, jedoch ohne dass diese durchgestreckt werden. Der Oberkörper bleibt dabei in einer geraden Haltung, auch die Schultern werden nicht hochgezogen, und beide Füsse bleiben fest auf dem Boden.

Bild 4

Ausatmen

 

Bild 5

Beim Ausatmen kehrt man in die Grundhaltung zu­rück, d.h. man lässt die Arme langsam sinken, wobei die Handflächen zum Boden zeigen und die Finger ohne Anstrengung ge­streckt werden (Bild 5). Gleichzeitig beugt man auch wieder die Knie (Bild 1).

Vorstellung

Man konzentriert sich auf den Körper und ist entspannt, damit das Qi fließen kann. Beim Heben der Arme sammelt man das gute Qi. Beim Ausatmen, wenn sich der Körper erneut entspannt, werden die schlechten Einflüsse nach unten in die Erde abge­geben. Versuchen Sie, die gesamte Übung ruhig und harmonisch durchzuführen, und achten Sie nur auf sich und darauf, dass Ihr Körper ganz entspannt ist.

Qi gong-Übung 2

Man nimmt eine tiefere Grundhaltung ein (Bild 1). Hier­bei stehen die Füße etwa schulterbreit auseinander und haben einen sicheren Stand, die Knie sind locker ge­beugt und der Ober­körper ist gerade. Die Hände sind neben dem Körper, die Augen schauen ge­ra­de­aus, und das Gesicht ist entspannt.

Bild 3

Einatmen

Beim Einatmen hebt man die ausgestreckten Arme langsam bis auf Schulterhöhe vor dem Körper, die Hände hängen locker in den Hand-
­gelenken und zeigen nach unten (Bild 2). Die Ellen­bogen werden nicht gebeugt. In Schulterhöhe drehen sich die Handflächen zuein­ander, und die Arme breiten sich aus (Bild 3). Gleichzeitig geht man in den Beinen höher, jedoch ohne dass diese durch­gestreckt werden. Das Gewicht ist gleich­mäßig auf beide Füße verteilt. Der Oberkörper bleibt dabei in einer geraden Haltung, auch die Schultern werden nicht hoch­ge­zo­gen. Die Schulter­blätter sollten nicht zusammengezogen werden.

Ausatmen

Beim Ausatmen kehrt man in die Grundhaltung zurück, d.h. man führt die Arme schulterbreit zusammen (Bild 4). Die Hand­flächen zeigen wieder nach unten (Bild 5). Man lässt die Arme sinken und kommt in die tiefere Grundhaltung zurück (Bild 1).

Vorstellung

Man konzentriert sich auf den Körper und ist entspannt. Man stellt sich vor, am Strand oder auf einem Berg zu stehen. Nichts verstellt die Sicht, die Luft ist frisch, und man atmet frei und sorglos. Versuchen Sie, die gesamte Übung ruhig und harmonisch durchzuführen, und stellen Sie sich beim Öffnen der Arme vor, dass die Schultergelenke nach außen gehen und dass dadurch Ihre Arme länger werden.

Durch Hydrotherapie den Kreislauf stärken

Durch Hydrotherapie den Kreislauf stärken

Mit der sogenannten Wassertherapie (Hydrotherapie) können Stress abgebaut sowie Herz und Kreislauf gestärkt werden. Vor der Anwendung sollten Sie in jedem Fall zuerst Ihren Arzt konsultieren. Klären Sie mit ihm, ob Sie Wasseranwendungen durchführen dürfen.

Die Anwendung von Wasser wurde schon bei den Römern praktiziert. Bei uns ist sie vor allem durch Pfarrer Sebastian Kneipp etabliert worden. Wasseranwendungen können das Gesunden unterstützen und zu einer allgemeinen Kräftigung des Körpers führen. Bei Bluthochdruck ist es vor allem wichtig, mit dem nötigen Maß an die Anwendung zu gehen. Es ist darauf zu achten, dass der Körper weder überhitzt noch großflächig ausgekühlt wird. Vor der Anwendung ist alles so herzurichten, damit die Anwendung ohne Unterbrechung durchzuführen ist.

Die kleine Hydrotherapie

Die kleine Hydrotherapie umfasst kühle Waschungen mit an­schließenden Frottierungen und zweimal in der Woche kühle Arm- oder Beingüsse. Kühle Waschungen sollten bevorzugt morgens in einem gut gelüfteten Raum durchgeführt werden – Zug und Kälte sind zu vermeiden. Ein Leinenhandtuch wird in handkühles Wasser getränkt und ausgewrungen. Damit wird in schnellen Bewegungen der gesamte Körper abgewaschen. Danach frottieren Sie sich trocken, kleiden sich an und ruhen sich in einem gut durchlüfteten Raum ca. 20 bis 30 Minuten aus. Anschließend empfiehlt sich ein ruhiger Spazier­gang.

Weitere Übungen

Wenn Sie an intensiveren Übungen interessiert sind, fragen Sie einfach Ihren Arzt. Er wird mit Ihnen gemeinsam hydro­therapeutische Anwendungen finden, die für Sie geeignet sind. Beginnen Sie zunächst mit einfachen Dusch­anwendungen. Bei Güssen ist wegen der starken Reizung des Gefäß­systems immer eine ärztliche Beratung notwendig.