Bluthochdruck was darf was nicht???

Bluthochdruck – was darf ich, was nicht?

Immer mehr Menschen werden von ihrem Arzt mit der Diagnose eines Bluthochdrucks konfrontiert. Langfristig gesehen schädigt ein zu hoher Blutdruck die Blutgefäße, das Herz, das Gehirn und die Funktion der anderen inneren Organe. Deshalb muss alles dafür getan werden, dass die mit einem Blutdruckmessgerät festgestellten Werte sich wieder im Normalbereich befinden. Der behandelnde Arzt wird die entsprechenden Medikamente verschreiben, um die Blutdruckwerte zu senken. Doch der Patient selbst kann durch die Veränderung seines Lebensstils viel zur Normalisierung seiner Blutdruckwerte beitragen.

Beratung durch den behandelnden Arzt

Kein Patient sollte sich scheuen, seinen Arzt zu befragen, was er als Betroffener neben der Einnahme der verschriebenen Medikamente selbst tun kann, um die Blutdruckwerte dauerhaft zu senken. Viele Fragen tauchen auf: Darf ein Patient mit Bluthochdruck Kaffee trinken? Darf sich der Betroffene körperlich anstrengen, Sport treiben oder in die Sauna gehen? Welche Rolle spielt die Ernährung bei Bluthochdruck? Dies sind nur einige Punkte, die bei den Patienten Unsicherheit erzeugen können.

Kaffee – ja oder nein?

Die belebende Wirkung eines Kaffees lässt auch den Blutdruck ansteigen. Allerdings ist das Ausmaß des Anstiegs bei regelmäßigem Konsum von Kaffee erheblich geringer als bei jemandem, der nur selten eine Tasse Kaffee genießt. Kardiologen haben gemessen, dass bei Patienten, die den regelmäßigen Kaffeekonsum nicht gewöhnt sind, erhebliche Anstiege der Blutdruckwerte bis zu 20 mmHg vorkommen können. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Patient für sich eine individuelle Lösung findet, ob er eine oder zwei Tassen Kaffee am Tag trinken kann oder besser darauf verzichten sollte. Wichtig ist auch, dass der Betroffene mit einem Blutdruckmessgerät vor und nach dem Kaffeegenuss überprüft, welche Auswirkungen sich auf seine persönlichen Blutdruckwerte ergeben. Wenn der Blutdruck nach dem Kaffeegenuss signifikant in die Höhe schnellt, sollte auf das aromatische Getränk besser verzichtet werden.

Welche Auswirkungen haben körperliche Belastungen?

Regelmäßige sportliche Aktivitäten tragen viel dazu bei, den Blutdruck zu senken. Auch wer vor der Diagnose „Bluthochdruck“ noch keinen Sport betrieben hat, sollte in seinen Tagesablauf ein regelmäßiges Training integrieren. Allerdings ist es empfehlenswert, dabei fachliche Unterstützung zu nutzen, um die Anforderungen des Trainings auf die individuelle Situation des Patienten anzupassen. Es ist nachgewiesen, dass sportliche Betätigung hilft, die Blutdruckwerte auf Dauer zu senken. Wichtig ist jedoch, dass es sich um einen Ausdauersport ohne extreme Belastungsspitzen handelt. Regelmäßiges Radfahren, Joggen oder Walking ist besonders günstig für Bluthochdruckpatienten. Werden andere Sportarten, ein Saunabesuch oder sogar ein intensives Krafttraining bevorzugt, sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, ob die Anforderungen und Belastungen an das Herz-Kreislaufsystem tolerierbar sind. Generell sollte jedoch jeder Patient mit Bluthochdruck sich ein Blutdruckmessgerät anschaffen und regelmäßig messen. Für die notierten Werte wird sich auch der Arzt interessieren, besonders dann, wenn zu den Werten die Belastungssituationen und Besonderheiten im Tagesablauf notiert wurden.

Welche Ernährung ist empfehlenswert?

Bluthochdruckpatienten sollten eine leichte und frische Kost bevorzugen. Auf den Speisezettel gehören viel Gemüse und Obst, etwas Fisch und sehr wenig Fleisch. Überhaupt sollten tierische Fette umgehend durch pflanzliche Öle ersetzt werden. Außerdem empfiehlt es sich, nur noch fettreduzierte Milchprodukte zu kaufen. Fertigprodukte, Konserven, Brot, Wurst und Schinken enthalten viel Salz, welches den Druck in den Blutgefäßen ansteigen lässt. Alkoholische Getränke können ebenfalls den Blutdruck ansteigen lassen. Deshalb sollten industriell hergestellte Nahrungsmittel und Alkohol, wenn überhaupt, nur in Maßen genossen werden.